„Sozialismus“-Seminar im Grazer Hackher-Zentrum

Am Samstag, den 4. März 2017, fand im Hackher-Zentrum in Graz ein Theorie-Seminar statt, bei dem IBÖ-Leiter Patrick Lenart zum Thema „Sozialismus“ referierte.

Der Kapitalismus hat sich als globales Wirtschaftssystem durchgesetzt und seine größten Probleme schreien nach wie vor nach Antworten: seien es soziale Ungerechtigkeiten oder die Entfesselung weltweiter Migrationsströme.

Für uns Identitäre also Grund genug, sich mit der historisch wirkmächtigsten Alternative zum Kapitalismus auseinanderzusetzen. Patrick Lenart gab den Zuhörern daher in einem Streifzug durch die Geschichte der „zweiten großen Ideologie“ einen historisch-philosophischen Überblick zum Thema.

Von den Frühsozialisten bis heute

Den Anfang des Seminars bildeten die Frühsozialisten und speziell Henri de Saint-Simons „utopischer Sozialismus“. Karl Marx und Friedrich Engels entwickelten später in Abgrenzung dazu ihren „wissenschaftlichen Sozialismus“. Anhand mehrerer Textauszüge wurden vor allem Marxens Analysen zur Akkumulation des Kapitals und der Entfremdung kritisch besprochen. Den Großteil der anschließenden Diskussion nahm der Zusammenhang zwischen Arbeit und Identität ein.

Darauf folgte die Auseinandersetzung mit der Sozialdemokratie (Eduard Bernstein) und den verschiedenen marxistischen Schulen seit der bolschewistischen Oktoberrevolution (Stalinismus, Leninismus, Trotzkismus). In weiterer Folge gab es einen kurzen Überblick über das Metapolitik-Konzept des sowohl für die „Neue Linke“ als auch „Neue Rechte“ bedeutenden italienischen Philosophen Antonio Gramsci.

Nach dem Rückblick in die Geschichte des Sozialismus kam Lenart schließlich zu den aktuellen linken Intellektuellen. Dabei wurde auf ihren vielleicht umstrittensten Vertreter Bezug genommen: nämlich Slavoj Žižek und dessen Werk „Der neue Klassenkampf“. Der slowenische Philosoph sieht den globalen Kapitalismus als Hauptgrund für die weltweiten Flüchtlingsströme und den islamistischen Terrorismus in Europa.

Den Abschluss des Seminars bildete mit Alain de Benoist einer der wichtigsten identitären Vordenker, der wie kaum ein zweiter Denker heute „linke“ und „rechte“ Theoriebausteine verbindet. Seine Kritik an der Ökonomisierung aller Lebensbereiche und an der „Ideologie der Arbeit“ zeigen, dass identitäres Denken auch Liberalismus- und Kapitalismuskritik enthalten muss.

Fazit des Seminars

Die Seminarteilnehmen waren sich weitgehend einig darin, dass sozialistische Theoretiker zwar wertvolle Analysen des Kapitalismus und seiner Probleme liefern können; dennoch kommen sie meist zu falschen Schlussfolgerungen, die besonders mit ihrem falschen Menschen- und Weltbild zusammenhängen.

Denn rasch kommt man drauf: Mit der Forderung nach offenen Grenzen haben die Linken ihre eigenen Grundsätze verraten. Nichtsdestoweniger ist eine Beschäftigung mit antikapitalistischen Theoretiker notwendig, um die ökonomischen Zusammenhänge hinter dem Großen Austausch sichtbar zu machen.

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