Kein IBÖ-Vertreter bei Treffen von Gottfried Küssel

Verschiedene Medien berichten, dass ein Vertreter der Identitären Bewegung an einem privaten Treffen von Gottfried Küssel teilgenommen hat. Keine der Personen stammt jedoch aus dem Umfeld der Identitären. Eigentlicher Skandal: Medien verlinken auf Seite von linken Extremisten, die offen zu Gewalt aufrufen.

Mehrere Medien behaupteten heute, dass ein Vertreter der Identitären Bewegung an einem privaten Treffen von Gottfried Küssel teilgenommen hat. Sie haben diese Unwahrheit von einem linksextremen Blog ungeprüft übernommen. In Wahrheit hat der angebliche „Vertreter“ an einer einzigen öffentlichen Demonstration im Jahr 2014 teilgenommen. Sowohl vorher als auch danach war die Person bei keiner Veranstaltung und hat auch niemals bei der Identitären Bewegung mitgewirkt.

„Wieder wird versucht, einen Zusammenhang zwischen Identitären und dem Nationalsozialismus zu konstruieren. Mehrmals hat die IBÖ bereits klargestellt, dass wir den Nationalsozialismus strikt ablehnen“, äußert sich Patrick Lenart, Co-Leiter der Identitären Bewegung, und setzt fort: „Der eigentliche Skandal ist, dass Medien unkommentiert eine Seite bewerben, auf der offen zu Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen wird.“

Die Selbstbeschreibung der linksextremen Betreiber, die als seriöse Quelle zitiert werden: „Unserer radikalen Gesellschaftskritik folgend, unterscheiden wir uns auch in der Wahl der Mittel unserer Politik von bürgerlichen Bündnispartner_innen. Unsere Aktionsformen orientieren sich nicht zwingend an einem rechtlichen Rahmen, sondern an ihrer Effektivität. […] Militanz ist unserer Meinung nach ebenso ein berechtigtes Mittel. Dadurch wird das staatliche Gewaltmonopol […] bewusst in Frage gestellt.“ Umso bedenklicher, weil gegen dieses Milieu gerade wegen versuchtem Mord ermittelt wird.

Geteilt hat den Link zu der Seite auch der grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser. „Während die Medien versuchen, einen Skandal zu konstruieren, wird über echte Missstände geschwiegen. Wir fordern weiterhin eine Aufarbeitung, wie weit die Grünen im linksextremen Sumpf stecken. Echte Zusammenhänge aufzudecken ist die Aufgabe von Medien, nicht welche zu konstruieren“, so Patrick Lenart abschließend.