Identitäre bei Asyl-Veranstaltungen in Mariatrost (Graz) und Gleisdorf

Gleich zwei Asyl-Veranstaltungen wurden am Montag, dem 29.3.2016, von Aktivisten der Identitären Bewegung besucht. Beide Male kamen die Organisatoren aus dem Konzept, während die Identitäre Bewegung auf Zustimmung bei Patrioten stieß.

Erwin Wurzinger (ÖVP) wollte im Bildungshaus Mariatrost das neue Asylzentrum im Rahmen eines „Informationsabends“ schönreden. „Solche Veranstaltungen sollen nicht informieren, sondern die Bürger ruhigstellen und mundtot machen“, äußert sich Patrick Lenart, Sprecher der Identitären Bewegung Steiermark, zur Aktion. Deshalb zückten ca. 20 Aktivisten der Bewegung gegen Ende der Veranstaltung ein Transparent mit der Aufschrift „Paris – Brüssel – Graz – Stoppt die Islamisierung“. Mehrmals wollte der Veranstalter die Aktivisten rauswerfen, was ihm jedoch nicht gelang und zum Beenden der Veranstaltung brachte.

Identitäre Aktivisten brachten auch im Rathaus von Gleisdorf (Steiermark) die Organisatoren einer Asyl-Veranstaltung zum Ausrasten. Obwohl die Bevölkerung von Gleisdorf über die „Info-Veranstaltung“ nicht informiert wurde und deshalb nur ca. 20 Gleisdorfer anwesend waren, wusste die Identitären davon und kamen mit über 15 Personen. Etwa ein Drittel der Gleisdorfer schlossen sich noch während der Veranstaltung dem Protest gegen das neue Asylzentrum an. Auch hier konnten die Drohungen des tobenden Veranstalters die Patrioten nicht einschüchtern.

Die Identitäre Bewegung sorgt seit Monaten für Unmut bei den Organisatoren solcher Asylabende. „Wir werden die Lügen dieser Herren nicht unkommentiert stehen lassen, sondern dem Volk seine Stimme zurückgeben“, kommentiert Patrick Lenart die Provokationen und kündigt gleichzeitig weitere an.